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Deadpool – Der Antiheld Superheld

Geschrieben von Armin Bator

Seit dem 11. Februar 2016 treibt Marvel Mutant Deadpool in den deutschen Kinos sein Unwesen. Alleine in den USA nahm der Film am Startwochenende 150 Mio. US-Dollar ein und lässt die Kinokassen gehörig klingeln. Doch wird der Streifen seinem Erfolg gerecht oder leiden verdammt viele Menschen an Geschmacksverwirrung?

Ein Held wird entstellt

Das Ex Special-Forces Mitglied Wade Wilson (Ryan Reynolds) schlägt sich (und das kann man ruhig wörtlich nehmen) mit schrägem Humor und kleineren „Security Jobs“ durchs Leben. Er nimmt alles nicht sehr ernst und ist sich für keinen Spruch verlegen, bis er die Liebe seines Lebens trifft. Doch das junge Glück bekommt einen tragischen Dämpfer verpasst, als bei Wade Wilson Krebs diagnostiziert wird. Von der Angst getrieben seine Liebe Vanessa Carlysle (Morena Baccarin) zu verlieren unterzieht sich Wilson einem schrecklichen Experiment, welches ihn vom tödlichen Krebs heilen soll. Das Experiment gelingt und Wilson ist nicht nur das lästige Geschwür los, sondern erlangt die Fähigkeit sich selbst zu heilen. Doch leider ist sein Körper durch die unmenschlichen Methoden des Experimentleiters Francis Freeman / Ajax (Ed Skrein) fürchterlich entstellt und Wilson hat Angst, dass seine Liebe ihn nicht mehr akzeptiert. Aus lauter Wut und getrieben durch seine instabile Persönlichkeitsstörung sinnt Wilson, der sich fortan Deadpool nennt, auf Rache und versucht seine ,Zitat: „..Schönheit…“ Zitat Ende, wieder zu erlangen…

Wade Wilson/ Deadpool (Ryan Reynolds) und Vanessa Carlysle (Morena Baccarin) © 2015 Twentieth Century Fox

Wade Wilson/ Deadpool (Ryan Reynolds) und Vanessa Carlysle (Morena Baccarin)
© 2015 Twentieth Century Fox

Nicht schon wieder Ryan Reynolds

Ok, ich habe es wieder und wieder getan, doch egal wie oft man diese schriftliche Zusammenfassung liest, es klingt absolut nicht nach einem Film, den man gesehen haben muss. Ryan Reynolds (der Typ aus der grüne Laternenmann oder so ähnlich), eine Liebesgeschichte (oder nicht???) und ein Held, der auf Rache sinnt. Das alles hat man schon gehört, gesehen, gelesen und tausendmal das Klo runtergespült. Warum ist Deadpool so erfolgreich???

Weil er in einem Satz cool, actiongeladen, sexy, bad ass, explosiv, charmant, heiratsfähig, Waffen, Prügelei, noch mehr Waffen, Blut, witzig, Inder als Taxifahrer oder in einem Wort „anders“ ist. Ja, die Story liest sich wie ein Groschenroman, doch das hier hat nichts mit billigem Schmöker zutun. Der Film fesselt ab der ersten Sekunde an. Ich bin fast an meinem Softdrink Strohhalm erstickt vor Lachen. Die Actionszenen bieten tolle Choreographien und sind sehr abwechslungsreich. Die Story wird, auch wenn sie nicht viel her gibt, sehr gut in Szene gesetzt und hält den Zuschauer die knappen zwei Stunden bei Laune. Die Musik passt perfekt ins Geschehen und es ist mal wieder der ein oder andere Hit dabei, den man sich auch gerne noch nach dem Kinobesuch reinzieht.

Wade Wilson/ Deadpool (Ryan Reynolds) © 2015 Twentieth Century Fox

Wade Wilson/ Deadpool (Ryan Reynolds)
© 2015 Twentieth Century Fox

Doch natürlich ist der Antiheld der eigentliche Held des Films. Deadpool ist einfach witzig und seine „scheißegal“ Einstellung lässt kein Auge trocken. Das hebt ihn von den 08/15 Superhelden ab und erinnert manchmal an einen Jim Carrey in die Maske. Das Durchbrechen der 4. Wand funktioniert super und wirkt in keiner Sekunde aufgesetzt oder abgedroschen. Er macht sich pausenlos über die anderen Comichelden lustig und nimmt sich selbst eben nicht zu ernst. Der Film ist eine absolute Empfehlung an jeden, der was mit Superhelden anfangen kann. Man kommt voll auf seine Kosten und wird noch Tage nach dem Besuch über die ein oder andere Szene schmunzeln. Ach, und wie in jedem Marvelfilm bietet der Abspann einen Vorgeschmack auf den zweiten Teil… oder …? 😉

Über den Autor

Armin Bator

Hey Hey!

Ich bin Armin und der "Chef Geek" von TestGeek.de. Ins Leben gerufen wurde das "Hobby-Projekt" im November 2014 und nun entwickelt sich TestGeek immer weiter. Vom kleinen Produkttest-Blog zu einer etwas größeren Geek-/Nerdcommunity. Es freut mich, dass ihr hier gelandet seid und meine Texte lest.

1 Kommentar

  • Hallo,
    ich war nur mittelmäßig begeistert. Gerade das vor und zurück der Geschichte hat alles etwas aufgelockert. Die Action-Brutaloszenen waren genial. Einige Witze waren zum Lachen aber nach dem 3ten wusste man schon wann der nächste kommt und um was es sich handeln wird. Sooo vom Hocker hat er mich nun nicht gehauen aber schlecht war er auch nicht.
    LG

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