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Disneys „Moana“ – In Deutschland als „Vaiana“

Geschrieben von Daniel Niedermayr

Disneys 56ste Produktion kam zwar noch vor Weihnachten in die Kinos, doch erst Regale voller „Moana“ Figuren der Firma „Funko“ brachten mich dazu, mich wieder mit Disney zu beschäftigen. Und die Tatsache, dass „The Rock“ Johnson einen Part übernimmt. The Rock rockt!

Wir befinden uns tief im Pazifik auf einer kleinen, hawaiianischen Insel, die ihren Bewohnern alles bietet, was sie für ein glückliches Leben brauchen. Doch die Zeiten werden härter: Immer weniger Fische bleiben in den Netzen hängen und die Kokosnüsse faulen. Laut alter Sage liegt das daran, dass vor langer Zeit das Herzjuwel der Hauptinsel von einem Halbgott gestohlen wurde und sich seitdem das Unheil ausbreitet. Daher verlässt auch niemand die Insel.

Die Häuptlingstochter Moana hat schon seit frühester Kindheit eine besondere Beziehung zum Meer und sie leidet sehr darunter, die Insel nicht verlassen zu dürfen, da sie Oberhaupt der Gemeinschaft werden soll. Erst ein Schicksalschlag führt dazu, dass sie alles hinter sich lässt, um den Halbgott Maui (Dwayne Johnson) dazu zu bringen, das Juwel wieder zurückzubringen. Dieser entpuppt sich allerdings als weit weniger göttlich als erwartet.

Für mich endlich mal wieder ein Disney Film, den man nicht sofort durschschaut. Mit dem polynesischen Hintergrund traut sich das Studio weg vom Bekannten und lässt viele kreative Ideen wie lebendige Kokosnüsse als Piraten oder einem Abgrund voller Monster (von denen manche auf Goldmünzen und Schwarzlicht stehen) auf die Zuschauer los.

Sehr angenehm war gerade zu Beginn das Tempo, indem das Setting dargelegt wurde, so dass man schnell zum eigentlichen Abenteuer kommt. Die Charaktere von Moana und Maui (und das geistig etwas labile Huhns „Heihei“) harmonieren wunderbar miteinander und das Finale ist gleichzeitig actiongeladen wie auch überraschend.

Für Deutschland spendierten Helene Fischer wie auch Andreas Bourani einen Song, wobei letzterer auch den Halbgott Maui spricht.

Da bleibt mir nur zu sagen: Tolle Animation, lustige Gags und keine Langeweile. Klingt zwar nach nichts Besonderem, aber da die Ansprüche immer weiter steigen, hat Disney Studios es schwer genug, ihren Standard auch in Zukunft zu halten. Wobei ich auch nichts dagegen hätte, wenn sie sich mal wieder selbst übertreffen würden.

Trailer

 

Fun Fact: Warum heißt Moana in Deutschland Vaiana? Weil es „Moana“ bereits als Filmtitel gibt. Und zwar als Doku über eine Pornodarstellerin aus Italien. Dort heißt der Film übrigens „Oceania“.

 

Bilder/Video: ©2015 Disney. All Rights Reserved.

Über den Autor

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (32) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… Ach, lassen wir das. Was mich an Filmen fasziniert, ist die menschliche Vorstellungskraft – Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. So manch ein Film mag für oberflächliche Unterhaltung angesehen werden, doch hat die Welt des einen oder anderen Individuums maßgeblich beeinflusst. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden – es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Film Reviews.

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