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Seth MacFarlanes „The Orville“ Sci-Fi Comedy First Look

Geschrieben von Daniel Niedermayr

Okay, Seth MacFarlane, der Produzent und Autor von Family Guy, macht eine Science Fiction TV Serie, die stark an Star Trek angelehnt ist, aber die Comedy in den Mittelpunkt rückt. Da wird die eine Hälfte der Trekkies sauer sein, weil es kein richtiges Star Trek ist und die andere Hälfte wird happy sein, weil es irgend etwas in die Richtung Star Trek ist.

Auch wenn der South Park Fan in mir die Anti-MacFarlane Jokes im Hinterkopf hat, mache ich es von der ersten Episode abhängig. Und da uns diese jetzt vorliegt, hier meine Einschätzung:

Humor – Wer Family Guy Witze mochte, wird auch hier mehr als zufrieden sein. Uns liegt leider nur die englische Version vor, daher ist nicht auszuschließen, dass der ein oder andere Witz in der Zukunft schlecht übersetzt wird. Es ist aber ohnehin eher oberflächlicher Humor. Trotzdem volle Punktzahl. Das Ziel, richtig lustig zu sein, schafft die Serie problemlos (Sie konnten bei Family Guy auch lange genug üben).

Star Trek Feeling – Auch hier volle Punktzahl. Etwas weniger Humor und sie könnten „Star Trek“ in den Titel übernehmen. Ich meine, ich habe sogar ein Shuttle gesehen, dass an die Sphinx Klasse angelehnt war. Wer an Zufälle glauben möchte… Ich sehe das eher als Liebe für’s Detail.

Effekte – Klar, das Budget ist überschaubar, doch zumindest was den Pilotfilm angeht, haben sie sich nicht lumpen lassen. Die Ansprüche des Publikums sind mittlerweile ohnehin schon hoch, da kann man mehr als zufrieden sein, wenn man das Mindestmaß erfüllt.

Story – Ich denke bei einer Comedy Serie ist der Weg das Ziel. Wen interessiert die Storyline von „friends“ oder „Hör mal, wer da hämmert“? Sie brauchen gerade genug, um die Gags am laufen zu halten und dafür ist mehr als genug Storyline ferfügbar. Captain bekommt ein Raumschiff und fliegt in die unendlichen Weiten. Jedes weitere Deatil wäre schon ein Spoiler.

Charaktere – Da wären wir auch schon bei den Spoilern, daher gehe ich nicht ins Detail. Fast jede Figur ist ein Witz an sich, aber trotzdem gut genug ausgearbeitet, um glaubhaft und liebenswürdig zu sein. Komisch, irgendwie könnte man das auch über die Figuren in Family Guy sagen.

Konkurrenz zu „Star Trek Discovery“ – Außer den Hardcore Trekkies wird kaum jemand die beiden Serien nebeneinander stellen, denn nur an der Oberfläche ist es Star Trek versus Star Trek. Vom Wesen her vergleichen wir hier Äpfel mit Birnen, aber da dieses Argument auch für Star Wars versus Star Trek gilt und man dort wehement debattiert, wird der Streit wohl kaum ausbleiben. Ich persönlich erkenne den Star Trek Hintergrund, aber von mir aus könnten sie statt Star Trek Comedy auch Star Trek Krimis und Star Trek Dramen verfilmen, ich würde es immer als ein eigenständiges Werk betrachten. Star Trek Ideale bzw Hintergrund sollte es überall geben, aber den Kern von Star Trek, den wird es nur bei den richtigen Star Trek Serien geben und „Orville“ hat auch nicht den Anspruch, das zu haben, was Star Trek ausmacht. Mit Kirk, Spock & Co habe ich geweint und gelacht, ich habe die Figuren „für voll genommen“ und mich mit ihnen identifiziert. Dagegen ist „Orville“ einfach nur Unterhaltung.

Fazit: Auch wer MacFarlane kritisch gegnübersteht, der erste Einblick in „Orville“ zeigt, dass sie keine halbe Sache gemacht haben und fast in jedem Gebiet überzeugen. Wer allerdings mehr als eine gute Zeit haben will und nach etwas für das Trekker- Herz sucht, der wird wohl enttäuscht sein. Die Serie liefert, was der Trailer versprochen hat. Wenn nur alle Serien bzw Trailer so wären.

 

Bild: © Fox

Über den Autor

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (32) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… Ach, lassen wir das. Was mich an Filmen fasziniert, ist die menschliche Vorstellungskraft – Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. So manch ein Film mag für oberflächliche Unterhaltung angesehen werden, doch hat die Welt des einen oder anderen Individuums maßgeblich beeinflusst. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden – es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Film Reviews.

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