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Das Flüstern des Wassers („Shape of Water“) Film Review

Daniel Niedermayr
Geschrieben von Daniel Niedermayr

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Guillermo del Toro ist bekannt für seine fantasievollen Filme, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richten (Pans Labyrinth/ Hellboy). Sein neuestes Werk reiht sich perfekt in dieses Sub-Genre ein und präsentiert dem Publikum ein gefühlvolles „Wer-ist-hier-das-wahre-Monster?“ Epos im französischem Stil.

Der Film handelt von Elisa, die in den 60er Jahren als Putzkraft in einem Laboratorium arbeitet. Sie ist stumm und kommuniziert über Gebärdensprache. Das Leben bietet ihr nicht viel, doch in ihrer kleinen Welt erschafft sie sich kurze Momente der Glückseligkeit. Alles ändert sich, als ein Tank mit einer eigenartigen Wasserkreatur geliefert wird. Während sich die meisten Angestellten nur um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, wagt es Elisa, das „Monster“ mit anderen Augen zu sehen.

Del Toros Stil ist eigentlich schon ein Garant für qualitiativ hochwertige Filmkunst. Deshalb verwundert es auch nicht, dass „Shape of Water“ bei seiner Premiere auf den Filmfestspielen in Venedig (August 2017) direkt den ersten Preis abgestaubt hat. Bei den Golden Globes 2018 gab es dann auch sieben Nominierungen und zwei Siege für die beste Filmmusik und beste Regie, wobei gerade letztere diesen Erfolg mehr als verdient hat.

Michael Shannon (bekannt als Bösewicht Zod in Man of Steel 2013) ist als Gegenspieler ein Genuss, da ihm Del Toro nachvollziehbare Motive gibt und man sich fast schon seinen Sieg wünscht, wenn man sieht, wie dusselig sich die „Guten“ anstellen. Auch Nebendarsteller wie David Hewlett (bekannt als Dr Rodney McKay in Stargate Atlantis) kann als schusseliger Sicherheitschef brillieren.

Für Kinder ist der Film wohl eher nicht geeignet (ab 16), da es einige Nackt- und Gewaltszenen gibt. Ich weise darauf hin, da sich manche Eltern vielleicht einen pädagogischen Mehrwert versprechen, wenn man Kindern zeigt, dass Monster nicht gleich Monster sind. Aus dem gleichen Grund werden auch Horror- Fans enttäuscht sein, da sich der Film nicht um Grusel, sondern um Verständnis dreht.

Fazit: Wer del Toros Stil bzw den Film „Pans Labyrinth“ mag, der wird diesen Film feiern. Das gleiche gilt für Fans von missverstandenen Monstern. Wer auf Action aus ist, der ist hier allerdings Fehl am Platz. Auch wenn das Herz ganz schön klopft, wenn man sich vor Augen führt, welchen Gefahren sich unsere Helden in spe aussetzen.

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers läuft ab dem 15.02.2018 in den deutschen Kinos!

Trailer:

https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=cyctc1v1JCQ

Alle Bilder © 2018 Twentieth Century Fox


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Über den Autor

Daniel Niedermayr

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (33) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… Ach, lassen wir das. Was mich an Filmen fasziniert, ist die menschliche Vorstellungskraft – Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. So mancher Film mag für oberflächliche Unterhaltung angesehen werden, doch er hat die Welt des Einen oder Anderen maßgeblich beeinflusst. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden – es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Film Reviews.

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