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Magic Con – Was soll ich auf einer Convention?

Daniel Niedermayr
Geschrieben von Daniel Niedermayr

Nach dem riesen Erfolg der ersten Magic Con 2017 war klar, es wird im März 2018 eine zweite Con geben. Die Magic Con wird von den gleichen Leuten auf die Beine gestellt, die auch die Star Trek Convention (FEDCON)  seit 1992 betreibt und die uns auch die Comic Con Germany bringen wird (30. Juni).

Zuvor gab es bereits die Ring Con (Herr der Ringe) und Hobbit Con (Der Hobbit), die jetzt in der Magic Con zu einem Fantasy Spektakel vereint wurden, welches auch Fantasy Hits wie „Supernatural“ oder „Lucifer“ berücksichtigt.

Doch zurück zum Thema: Was bringt mir das? Hier sind die 10 geilsten Dinge, die einen dazu bringen, zu einer Con zu fahren.

© Jörg Ossenbrüggen www.magiccon.de

1. Es gibt eigentlich nur eine Sache, die eine geile Con ausmacht und das sind die Fans. Kommen keine Fans, ist es auch keine Con. Wenn man noch keine Con-Freunde hat, dann bekommt man in kürzester Zeit mehr Freunde, als man an einer Hand abzählen kann. Da kann man noch so introvertiert sein – wenn die Leute so herzensnett sind, dann schmilzt auch das härteste Einzelgängerherz.

2. Was ist besser als gute Freunde? Gute Schauspieler Freunde!

Okay, ich bin jetzt eher der SciFi Fan und freue mich auf den Androiden Data aus „Star Trek – The Next Generation“ (Brent Spiner) auf der nächsten FedCon. Aber ich muss sagen, Piraten aus „Fluch der Karibik“ haben auch etwas für sich. Okay, es ist zwar nicht Johnny Depp (auch wenn der deutsche Jack Sparrow fast noch geiler ist. Wer vor Ort war, weiß, was ich meine), aber Kevin McNally (1. Maat Mr Gibbs) und Martin Klebba (als kleinwüchsiger Pirat Marty) sind die besten Piraten, die ich sonst kenne. Und wem das zu abenteuerlich ist (oder nicht abenteuerlich genug), der kann sich ja an den Herrn der Unterwelt persönlich wenden: Tom Ellis aus der 2016 Hit Serie „Lucifer“ bringt den Laden ordentlich in Schwung! Und das sind jetzt nur die, die mir gerade spontan einfallen. Jedes Mal wird gleich eine ganze Horde Stars über den großen Teich gehievt. Da ist für jeden etwas dabei.

3. Goodies abgreifen

Ich bin ehrlich – ich geh nicht ohne eine Tasche Goodies nach Hause. Am besten gratis und am besten etwas, was ich nur auf der Con bekomme. Wer auch immer sein „Spaceballs – the Toilet Paper“ in den Müll geworfen hat, dem kann ich nur danken. Erstens: Geile Cosplay Idee. Zweitens: Geile Film Referenz. Drittens: Geiles Geschenk, danke! Und dann nehme ich noch nen Pizze.de Gutschein (ok, das war jetzt FedCon, aber egal), eine MagicCon Tasche und dann verkauft mir Robert Vogel einen englischen Fortsetzungsroman, den ich auch nicht einfach in der nächsten Bücherei bekomme.

© Jörg Ossenbrüggen www.magiccon.de

4. Das ist doch nur Geldmacherei – ich muss sparen.

Mal sehen… Wie hab ich das immer gemacht, so dass ich nichts berappen muss? Faktor 1: Die Hinfahrt. Also wer zur Con will, aber es sich einfach nicht leisten kann, der kommt am Flixbus nicht vorbei. Das ist so lächerlich billig, dass man den Mangel an Komfort auch mal hinnehmen kann. Besser ist, man tut sich mit ein paar Leuten zusammen – die Con ist ja eh recht zentral, damit es niemand zu weit hat. Faktor 2: Der Eintritt. Wenn schon, dann das ganze Wochenende. Das ist mit 114€ recht günstig, doch es geht noch besser: Für FedCon Geeks (entstanden aus dem Star Trek Fanclub), gibt es gleich mal 10€ Rabatt. Noch besser: Werdet Teil der Con Magie hinter der Bühne und zwar als Helfer. Das heißt nicht nur mehr Goodies (Staff Shirt, Gratis Autogramme ect), sondern auch kostenloser Eintritt. Je früher man sich anmeldet, desto besser und man muss sich schon sehr doof anstellen, um als Helfer ungeeignet zu sein. Manchmal heißt das nämlich nur, an einer Tür zu sitzen und aufzupassen, dass keiner zum Rauchen raus geht. Das ist jetzt aber nur ein Beispiel und man muss auch bedenken, dass man dann vielleicht nicht zu jedem Panel gehen kann. Faktor 3: Übernachtung. Auch hier gilt, im Team günstiger und der frühe Vogel fängt den Wurm. Für etwas Mutigere gibt es auch noch Couchsurfing. Da hat mir doch echt jemand die Haustürschlüssel in die Hand gedrückt und hat sich das Wochenende nicht mehr blicken lassen. Und ich wiederhole: Völlig kostenlos.

5. Ihr seid echt unglaublich – Arbeiten der Fans

Egal, ob Modellbauausstellung, die manchmal echt heißen Cosplay Outfits der Girls oder die Vorträge zu den Fragen, die jeden ordentlichen Fan seit Jahren beschäftigen. Die Fans geben wirklich ihr Bestes, um uns zu unterhalten oder einfach nur zu erstaunen. Da sitzen manche monatelang an ihrem Kleid und sticken silberne Blätter Stich für Stich in mühseliger Kleinstarbeit, wie Irène Bachmann aus der Schweiz, die den dritten Platz im Cosplay Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Irène, danke an dich und all die anderen engagierten Fans. Ihr macht die MagicCon zu einem Erlebnis.

Mit freundlicher Genehmigung von Irène Bachmann

6. Lacht euch den Popo ab!

Zu dem Punkt kann man echt nichts sagen. Weil ich sonst gleich wieder einen Lachanfall bekomme. Ich für meinen Teil fange ja schon an zu lachen, wenn sich der Saal nach einem Panel leert, weil die Leute nicht wissen, dass gleich das Improvisationstheater beginnt und sie DAS BESTE PANEL überhaupt verpassen werden. Es ist ja nicht mal so, dass die Stargäste aufs Biegen und Brechen bemüht sind, lustig zu sein, aber wenn alle versuchen, das Wort „Eichhörnchen“ auszusprechen und es nur einer von ihnen kann und dieser dann auf jeden zustürzt, der das Wort falsch ausspricht, ihm das Mikro wegnimmt und ihn dann berichtigt, dann ist klar, dass derjenige den Rest des Wochenendes über von allen Besuchern gefeiert wird. Das Wort „Eichhörnchen“ wird noch auf seinem Grabstein stehen -_-*

7. Party

Muss ich dazu was sagen? Also wer DJ Dirk nicht erlebt hat… ach, was red ich, wer Star Trek Fans auf einer MagicCon nicht erlebt hat, der hat nicht gelebt. Warum auf Partys gehen, wo einem Kiddies sagen, man sei zu alt oder man von Machos angepöbelt wird? Auf der MagicCon gibt es nur einen Tanzstil und der heißt… ja, wie sag ich das nur? Deadpool Stil? Egal, wenn alle gleich verrückt sind, dann kann man die Sau ruhig raus lassen.

© Jörg Ossenbrüggen www.magiccon.de

8. Wer hat schon ein gerahmtes Bild mit sich und William Shatner?

Okay, blödes Beispiel, aber Tatsache bleibt, die Fotosessions bzw Autogrammsessions sind ein großer Teil einer Con. Es ist einfach ein Andenken, dass sehr persönlich ist und dass einen immer wieder an die tolle Zeit erinnert. Ich persönlich nehme immer ein, zwei Bücher mit, um sie von Martin Frei signieren zu lassen. Er ist fast auf jeder Con und er ist ein Geheimtipp, weswegen sein Autogramm weder Geld kostet, noch muss man in der Schlange stehen. Er ist der Designer von unzähligen Buch-Covern, gerade bei den neuen Star Trek Romanen von CrossCult. Es ist natürlich nett, wenn man das Buch, das man signieren lassen will, gleich bei ihm am CrossCult Stand kauft, aber das muss man halt mit ihm persönlich ausmachen.

9. Forever Alone? Von wegen!

Klingt nach einem Klischee, aber ich kenne jetzt schon drei Pärchen, die sich auf einer Con kennengelernt haben und wenn man auf einer Con halt hauptsächlich zum Sozialisieren ist, dann führt halt eins zum anderen. Macht ihr euch also Sorgen, dass euer Leben dahinplätschert und nie der große Moment kommt? Dann gebt der Con eine Chance – by the way, ich bin Single ;D

10. Einmal Fan, immer Fan

Am Ende ist Magiccon einfach ein Muss. Ich mein, was ist man für ein Fan, wenn man nicht auf Cons geht? Ich für meinen Teil will mir nicht in einer feurigen Diskussion sagen lassen: „Was weißt du schon, du gehst ja nicht mal auf Cons!“. Wer die Borgkönigin persönlich gefragt hat, wie man ihren Namen Alice Krige ausspricht, der braucht sich nie wieder schief ansehen zu lassen. Kurz: Geht auf Cons, das Leben ist trist genug.

Wir sehen uns 2019! Save the Date 26.04-28.04

Über den Autor

Daniel Niedermayr

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (33) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… Ach, lassen wir das. Was mich an Filmen fasziniert, ist die menschliche Vorstellungskraft – Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. So mancher Film mag für oberflächliche Unterhaltung angesehen werden, doch er hat die Welt des Einen oder Anderen maßgeblich beeinflusst. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden – es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Film Reviews.

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