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Belleville Cop – Endlich wieder ein Buddy Movie!

Daniel Niedermayr
Geschrieben von Daniel Niedermayr

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Lasst euch nicht täuschen, wir haben es hier nicht mit einer „Beverly Hills Cop“ Fortsetzung zu tun, sondern eher mit einem „Lethal Weapon“ oder „Bad Boys“ Gespann. „Belleville Cop“ heißt im Original eigentlich „Un flic de Belleville“ („Ein Polizist aus Belleville“) und Regie führt Rachid Bouchareb, der auch das Drehbuch geschrieben hat.

© 2018 Constantin Film Verleih GmbH

Den französischen Ursprung sieht man dem Film kaum an, denn die amerikanischen Einflüsse sind mehr als deutlich. Kameraführung, Schnitt und musikalische Untermalung sind alle perfekt abgestimmt, um uns das typische „Lethal Weapon“ Feeling zu geben. Der Humor passt, die Charaktere sind stimmig. Nur am Tempo könnte man noch etwas anziehen, doch für manchen Zuschauer wird das besondere Augenmerk auf Realismus und zwischenmenschliche Beziehungen auch ein Pluspunkt sein.

© 2018 Constantin Film Verleih GmbH

Zum Inhalt: Polizist Baaba Keita lebt in Belleville, hat Stress mit seiner wunderschönen Freundin Lin (erste große Rolle der asiatischen Schauspielerin Diem Nguyen) und kann seiner Mutter keinen Wunsch ausschlagen. Trotzdem würden ihn keine zehn Pferde aus dem Pariser Stadtteil weg kriegen. Als ein Freund aus Kindertagen auftaucht, der mittlerweile im französischen Konsulat in Miami arbeitet, ändert sich alles schlagartig, da Baaba mitten in eine Mord- und Drogenermittlung gezogen wird. Dass er in Miami nur als Tourist angesehen und dem rundlichen Detektive Ricardo Garcia (Luis Guzmán) unterstellt wird, hilft da keineswegs.

© 2018 Constantin Film Verleih GmbH

Die beiden Hauptfiguren machen ihre Sache großartig und auch die Nebenfiguren sind liebevoll in Szene gesetzt. Flotte Sprüche, aber auch knallharte Action stehen auf dem Programm, weshalb man sich endlich wieder auf einen gemütlichen Buddy-Movie freuen kann.

Fazit: Ich weiß nicht so recht, ob ich will, dass immer mehr Produktionen „amerikanisiert“ werden. Klar, mir fehlen auch die guten alten „Lethal Weapon“ Zeiten. Aber selbst wenn ich durch den amerikanischen Stil schon total eingelullt bin, war es für mich immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass es da draußen noch so viele Nationen gibt, die eine ganz andere Herangehensweise haben und wirklich tolle Filme machen. Wenn alle nur noch kopieren, wo bleibt dann die Originalität? „Belleville Cop“ ist handwerklich perfekt und wäre ein totaler Renner, wenn es diese Art von Filme nicht schon gäbe. Hier hat man die Chance verpasst, über „Lethal Weapon“ hinauszugehen und das Genre zu revolutionieren. Aber für Kinogänger, die einfach nur eine gute Zeit haben wollen, ist „Belleville Cop“ genau richtig.

Ab dem 31. Januar in den deutschen Kinos

Trailer:


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Über den Autor

Daniel Niedermayr

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (34) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… ach, lassen wir das. An Filmen fasziniert mich die menschliche Vorstellungskraft. Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. Man mag so manchen Film für oberflächliche Unterhaltung halten, doch haben sie für den Ein oder Anderen einen maßgeblichen Einfluss. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden. Es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Reviews.

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