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Avengers: Endgame – Was immer nötig ist

Daniel Niedermayr
Geschrieben von Daniel Niedermayr

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Es ist soweit. Der Trailer hat uns mit dem Catchphrase „Was immer nötig ist“ gehypt bis zum Umfallen, die Vorverkaufszahlen brechen alle Rekorde und jetzt ist er endlich da: Marvels Wiedergutmachung, die Erlösung von der Schmach, Spider-Man, Dr Strange, Black Panther und die Guardians of the Galaxy verloren zu haben.

Tja, nur schade für Thanos, dass das Ur-Team der Avengers vollzählig ist: Captain America, Iron Man, Hulk, Thor, Black Widow, Hawkeye und Ant-Man werden das tun, was sie am besten können: Avengen.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..L to R: Tony Stark/Iron Man (Robert Downey Jr.) und Nebula (Karen Gillan)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

„Infinity War“ war ein unterhaltsamer Film, auch wenn einiges schief gelaufen ist. Thanos ist ein glaubhafter Gegner mit einer nachvollziehbaren Ideologie. Dass es die Avengers vermasselt haben, liegt an einem zögerlichen Hulk, einem zwiegespaltenen Dr Strange und einem unkontrollierten Star-Lord. Doch alles in allem zeigt sich in ihren Mängeln auch ihre Menschlichkeit, was „Infinity War“ zu einem ziemlich guten Film macht.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Steve Rogers/Captain America (Chris Evans)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

„Endgame“ schließt direkt dort an, wo „Infinity War“ aufgehört hat und einige andere Filme sind für „Endgame“ auch von Bedeutung. Nick Fury konnte am Ende von „Infinity War“ noch ein Signal an Captain Marvel absetzen, deren Hintergrund mittlerweile durch den Captain Marvel Film abgedeckt wurde. Auch das Schicksal von Ant-Man wurde in der Post-Credit Szene von „Ant-Man & the Wasp“ erwähnt. Doch keine Angst, ihr müsst jetzt keine Filmnacht verbringen, um für „Endgame“ auf dem neuesten Stand zu sein. Marvel bringt euch schnell auf den neuestens Wissensstand: Die Hälfte der Helden ist vernichtet, Schuld hat der große pinke Typ. Selbst wenn man noch nie von Hulk oder Captain Marvel gehört hat, wird man im Nu verstehen, wen man da vor sich hat.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Hawkeye/Clint Barton (Jeremy Renner)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

Was kann ich nun verraten, ohne zu spoilern? Der Film geht um die 3 Stunden und beinhaltet keine Post-Credit Scene. Ihr könnt also das Kino verlassen, nachdem der Vorhang gefallen ist. Nach dem ersten Musikstück lässt man allerdings noch einmal alle Figuren Revue passieren, was ziemlich emotional ist. Am 4. Juli kommt “Spider-Man: Far From Home“, die Fortsetzung zu „Spider-Man: Homecoming“ in die Kinos. Weitere Fortsetzungen wie Guardians of the Galaxy III, Black Panther II, Dr Strange II und ein Black Widow Spinoff sind bereits in der Mache. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Figuren „safe“ sind, also „Endgame“ überleben werden. Es scheint eher so, dass viele teure Verträge mit Schauspielern jetzt auslaufen und man die Gelegenheit nutzt, auszumisten. Niemand ist sicher.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Thor (Chris Hemsworth)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

Was die Fan- Theorien betrifft, so wird man sich nicht an die Comics halten und die Story viel unkomplizierter halten, um Neueinsteiger nicht zu vergraulen. Das klingt im ersten Augenblick schade, da komplexere Geschichten durchaus ihren Reiz haben, allerdings bekommt man im Gegenzug etwas noch wertvolleres. Man war zwar nicht mutig genug, um eine komplizierte Geschichte auf Comic Niveau zu schreiben, dafür hatte man den Mut, die Figuren authentischer zu machen, als es in den Comics je möglich war. Ich versuche das mal an einem Beispiel deutlich zu machen: Tony Stark wird in Endgame nicht zum Alkoholiker, obwohl dies in den Comics ein großes Thema war. Man hätte jetzt eine Geschichte um Alkoholismus schreiben können oder man konzentriert sich auf Robert Downey Jr, da man weiß, dass das Publikum mit ihm leiden wird, egal welche Hürde er nehmen muss. Die Wahl, die Geschichte einfacher zu gestalten und die Charaktere tiefer auszuloten, ist meiner Meinung nach genau richtig (Das war jetzt nur ein Beispiel, es gibt in Endgame KEINEN alkoholisierten Iron Man).

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Black Widow/Natasha Romanoff (Scarlett Johansson)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

Fazit: Endgame ist emotional und atemberaubend. Nichtsdestotrotz ist alles in Bezug auf „Endgame“ mit Vorsicht zu genießen. Manche werden den Film lieben, manche werden ihn in der Luft zerreißen. Gerade weil es so ein gigantisches Event ist, muss ich mich zurückhalten und kann euch nur eines raten: Geht ins Kino. Macht euch einen schönen Abend. Und nehmt die Filme nicht so ernst. Am Ende soll der Kinobesuch Freude machen, also lasst die Fackeln und Mistgabeln zuhause.

Ab dem 24. April in den deutschen Kinos

Trailer:


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Über den Autor

Daniel Niedermayr

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (34) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… ach, lassen wir das. An Filmen fasziniert mich die menschliche Vorstellungskraft. Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. Man mag so manchen Film für oberflächliche Unterhaltung halten, doch haben sie für den Ein oder Anderen einen maßgeblichen Einfluss. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden. Es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Reviews.

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