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Tolkien: Ein Biopic über den Urheber der modernen Fantasy-Literatur

Lina D.
Geschrieben von Lina D.

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Elben, Hobbits, Zwerge, Mittelerde – Kommen Ihnen diese Begriffe bekannt vor? Sie sind Teil einer der größten Mythologien, die jemals von einem Menschen geschaffen worden sind: Der Herr der Ringe. Das Werk gilt als eines der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts und wurde von genau dem Mann erschaffen, der im Mittelpunkt des Films Tolkien steht: John Ronald Reuel (kurz: J. R. R.) Tolkien.

Das Biopic über den britischen Schriftsteller und Philologen setzt den Schwerpunkt auf Tolkiens Jugend, seine Zeit am Pembroke College sowie auf seinen kurzen Dienst als Soldat im ersten Weltkrieg. Hervorgehoben werden besonders diese Jahre, da sie Tolkien am meisten geprägt und den größten Einfluss auf seine Werke „Der Hobbit“ (1937) und „Der Herr der Ringe“ (1954/55) gehabt haben.

Inmitten einer zerrütteten Welt erzählt Tolkien die Geschichte eines sprachtalentierten Jungen, der nach dem Verlust seiner Eltern einen Fuß in der Welt zu fassen versucht. Mit einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten an seiner Schule findet er Freundschaft, Mut und Inspiration für die Entwicklung von Mittelerde.

Der Film zeigt viele Parallelen zu Tolkiens echtem Leben. Regisseur Dome Karukoski gelang es sehr geschickt auch kleine Allüren zu den „Herr der Ringe“-Filmen einzubauen, die nur von aufmerksamen Augen entdeckt werden können. Hervorzuheben sind besonders die visuellen Effekte, die einem in regelmäßigen Abständen vormachen, direkt in Tolkiens Büchern zu stecken.

Weniger begeistern tut dagegen der strenge Liebesfaden, den Karukoski eingeschlagen hat. Es ist bekannt, dass Tolkien seine Ehefrau Edith (im Film gespielt von Lily Collins) bereits im Jugendalter kennen und lieben gelernt hat. Was jedoch bis zu ihrer Heirat nach dem Krieg geschah, hätte man wesentlich kürzer fassen können. Stattdessen den Fokus mehr auf Tolkiens Sprachtalente und Intellekt zu legen, hätte den Film in eine weniger romantische Ebene gestellt und in ein besseres Licht geschoben.

Hauptdarsteller Nicholas Hoult, der den Erwachsenen Tolkien darstellt, hat bereits in „X-Men“ eine glaubwürdige und annehmbare Leistung abgeliefert. Mit Tolkien legt er nochmal eine Schippe obendrauf. Es ist nicht leicht unter hohen Erwartungen gute Leistungen zu erbringen, doch Hoult gelingt das mühelos! Seine Interpretation von Tolkien geht nicht nur „Herr der Ringe“-Fans nahe.

Den Film könnt ihr ab dem 20. Juni 2019 in den deutschen Kinos bestaunen

Im Großen und Ganzen ist der Film trotzdem unterdurchschnittlich. Warum? Es fehlt an Spektakel und Besonderheit. Dem Lobe zum Trotz hat der knapp 2-stündige Film die Zuschauer nicht vom Hocker gerissen. Der „Funke“ war schlichtweg nicht vorhanden, die Handlung flach und ausbaufähig. Könnte ich Sterne vergeben, würde ich nicht mehr als 2 oder 3 dafür verteilen. Viele der Szenen waren unnötig und hätten nicht aufgenommen werden müssen, und in den Schlüsselmomenten hat der Flair gefehlt, der einen guten Film ausmacht. Schade!


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Über den Autor

Lina D.

Lina D.

Hey! Ich bin Lina, werde im Sommer süße 22 Jahre alt und bin seit neustem Gastautorin bei Testgeek. Wenn du also hin und wieder einen Artikel mit meinem Namen darunter findest, weißt du, dass meine kleine Wenigkeit daran beteiligt war. Ich lese sehr gern Bücher und schreibe gerade auch selbst an meinem ersten eigenen Manuskript, deshalb ist Testgeek eine super Möglichkeit für mich, an meinen eigenen Skills zu arbeiten. Wenn du Fragen hast oder mich kennen lernen möchtest, kannst du dich gern über die angegebenen Social Media Seiten bei mir melden. :)

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