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Terminator: Dark Fate – Sechster Teil schließt an Judgement Day an

Daniel Niedermayr
Geschrieben von Daniel Niedermayr

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James Cameron ist zurück. Arnold Schwarzenegger ist zurück. Linda Hamilton ist zurück. Edward Furlong ist zurück. Alle sind zurück! Ich habe keine Ahnung, warum man nach dem ersten „Terminator“ von 1984 und dem ebenso perfekten Teil 2 „Judgement Day“ (1991) nur noch eigenartige Filme gemacht hat, doch Teil 6 ignoriert „Rebellion der Maschinen“ (2003), „“Salvation“ (2009) und „Genisys“ (2015) vollkommen. Das ist auch gut so.

© 2019 Twentieth Century Fox

Das ganze Problem mit den neuen Filmen beginnt damit, dass der Krieg durch Teil 2 abgewendet wurde. Judgement Day ist nie geschehen. Es wurden sogar Szenen gedreht mit einer gealterten Sarah Connor und ihrem erwachsenen Sohn, doch diese haben es nicht in den finalen Cut von Teil 2 geschafft. Stattdessen bekamen wir den grenzenlosen Highway in die unbekannte Nacht. Dies sollte uns als Mahnung gelten, unseren Luxus nicht als selbstverständlich zu erachten. Doch dann kommt Teil 3 und sagt „Die Leute wollen sehen, wie sich die Roboter verhauen! Wir brauchen den Krieg!“.

„Dark Fate“ heißt übersetzt „Dunkles Schicksal“ und lässt erahnen, dass man erneut auf dem „Der Krieg ist unabwendbar“ Trip ist. Wir waren für euch in der Preview und mal sehen, ob wir dem Franchise ein ähnliches Schicksal bescheinigen können.

Zuallererst: Vergesst John Connor. Schade, ich hatte mich wirklich auf Edward Furlong gefreut, doch nach „Green Hornet“ (2011) war ja nicht mehr viel los, außer Berichten von häuslicher Gewalt 2013. Auf der Silicon Valley Comic Con bestätigte er dann, dass er einen kleinen Auftritt in Dark Fate haben werde.  „Klein“ ist hier echt übertrieben. Ein Foto an der Wand hätte mehr Effekt gehabt.

Zum Inhalt: Man hält sich an das Versprechen – Skynet ist Geschichte. Doch diese Geschichte bzw Vergangenheit ändert sich nicht, nur weil Judgement Day verhindert wurde. Sarah Connors Erinnerungen an Teil 1 und 2 bleiben, auch wenn Skynet in der Zukunft nie einen Terminator zurück schicken wird. Was  geschehen ist, das bleibt und wird nicht aus der Geschichte gelöscht (z.B. der T-1000). Nur blöd, dass damals nicht nur ein T-1000 geschickt wurde, um John Connor zu erwischen, sondern jede Menge anderes Zeug, vor denen sich Sarah zeitlebens verstecken muss. Skynets Befehle sind sinnlos geworden, aber seine bereits geschickten Terminatoren werden noch weiter machen, bis ihnen der Saft ausgeht. Und es kommen neue Terminatoren durch Zeitsprünge dazu, was keinen Sinn macht, wenn in der Zukunft kein Bösewicht mehr sitzt. Aber keine Angst, dieses Rätsel wird der Film lösen.

© 2019 Twentieth Century Fox

Was die anderen Charaktere angeht, will ich gar nicht so viel vorweg nehmen. Kann man Linda Hamilton als ältere Kämpferin ernst nehmen? Auf jeden Fall! Macht Arnie einen guten Job? Man merkt die Heldenverehrung, aber trotzdem hält es sich in Grenzen. Es hätte für mich noch etwas weniger sein dürfen, aber hey, es ist unser Arnie. Was ist mit den beiden neuen Mädels? Also außer der immer wiederkehrenden Formel von Beschützerin und Terminations- Ziel kann man den beiden nichts ankreiden. Schauspielerisch toll gemacht und mehr Emotionalität, ohne dass die Action darunter leidet. Und der neue Bösewicht hat es auch drauf.

© 2019 Twentieth Century Fox

Die Diskussion, dass jetzt schon wieder lauter weibliche Helden vor der Kamera stehen… Ernsthaft, ich verstehe nicht, wie einem so etwas überhaupt auffallen kann. Ob das jetzt Absicht ist oder nicht, sollen sie doch jedes Mal würfeln, welches Geschlecht der Held bekommt, dann bekommt man auch ab und zu „3x weiblich“. Falls es Absicht ist, habe ich keine Ahnung, was sie mir damit sagen wollen. Andererseits sehe ich auch nichts Besonderes, wenn es drei Männer sind. Bezüglich Gender bin ich bei beiden Varianten gleich ignorant.

© 2019 Twentieth Century Fox

Wer gewinnt? 90er Jahre Nostalgie oder das moderne Kino? Der Film hat das Herz am rechten Fleck, es ist endlich wieder ein solider Terminator, welcher allerdings auch nicht mutig genug ist, um etwas Neues anzustoßen. Das haben ja die anderen Teile versucht und wir konnten sehen, wie das beim Publikum ankam. Aber sich nur auf den positiven Aspekten von Teil 2 auszuruhen, das kann auch nicht die Lösung sein. Freut euch über einen spannenden Kinoabend mit dem richtigen Maß an Effekten und Gefühl. Doch die Hoffnungen der Hardcore Fans werden wohl enttäuscht werden, da man nichts Neues auf den Tisch legt.

Ab dem 24. Oktober in den deutschen Kinos

Trailer:

 


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Über den Autor

Daniel Niedermayr

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (34) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… ach, lassen wir das. An Filmen fasziniert mich die menschliche Vorstellungskraft. Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. Man mag so manchen Film für oberflächliche Unterhaltung halten, doch haben sie für den Ein oder Anderen einen maßgeblichen Einfluss. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden. Es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Reviews.

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