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Frozen II – Into The Unknown (Die Eiskönigin 2)

Daniel Niedermayr
Geschrieben von Daniel Niedermayr

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Das ist wirklich eine harte Nuss: Die einen lieben Frozen für das liebevolle Design, die Komik und die Botschaft. Die anderen können mit Singerei und Kindergarten- Idylle nichts anfangen. Fakt ist, Frozen II ist keine billige Zweitverwertung eines Disney Meisterwerks, so wie es bei Arielle II oder der König der Löwen II der Fall war. Man ist sich des Erfolgs des ersten Teils bewusst und auch wenn dieser schwer zu übertreffen ist, Disney hat alles in seiner Macht stehende getan, um die Fans nicht zu enttäuschen.

Königin Iduna von Arendelle – ©2019 Disney. All Rights Reserved.

Anna und Elsa regieren über Arendelle, doch eine eigenartige Stimme ruft Elsa in den Norden, um ein Geheimnis zu lüften, dass einen sagenumwobenen Wald und die vier Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde beinhaltet. Die Ureinwohner des Waldes hatten schon immer Probleme mit den Städtern von Arendelle, doch nach einem Eklat vor Jahrzehnten wurde der Wald durch Magie undurchdringbar und von den Waldbewohnern hat man seither nichts mehr gehört.

Into the Unknown – ©2019 Disney. All Rights Reserved.

Frozen II ist auch für Erwachsene zu empfehlen. Zumindest das englische Original konnte mit Musikeinlagen aufwarten, die es mit dem richtigen Sänger durchaus in die Charts schaffen könnten. Im Abspann bekommt man dann nochmal richtig was auf die Ohren, also mit richtigen Bands statt „nur“ den Sprechern. Überzeugt hat uns auch der lockere Humor und die spannende Handlung. Als Synchronstimme ist wieder Hape Kerkeling für den Schneemann Olaf mit dabei und Mark Forster singt den Titelsong „Wo noch niemand war/ Into the Unknown“. Elsas Gesangsstimme Willemijn Verkaik („Lass jetzt los/ Let it go“) wird uns auch dieses Mal erhalten bleiben.

Youtuberin Lara Loft, Harpe Kerkeling, Willemijn Verkaik und Mark Forster – ©2019 Disney. All Rights Reserved.

Etwas Kritik muss es natürlich auch geben, daher hier die Warnung, dass man den Logik Hut besser zuhause lassen sollte. Die Motivation einzelner Charaktere ist etwas blass ausgefallen, einige Rätsel sind für Erwachsene vorhersehbar. Man hat zwar sehr emotionale Momente geschaffen, doch sind es eher Kinder, die sich darauf einlassen können. Traurige oder angsteinflößende Situationen werden schnell wieder aufgelöst und lassen dadurch keine emotionale Tiefe aufkommen. Hier ein Beispiel ohne zu spoilern: Ein riesiges Monster, das dich unter seinen Füßen zermatschen wollte, Sekunden später zum Freund werden zu lassen, das ist zwar sehr emotional, macht aber keinen Sinn. Genauso wenig wie Comic- Helden, die sterben und kurz darauf ins Leben zurückkehren.

©2019 Disney. All Rights Reserved.

Fazit: Frozen II macht sich prima als Fortsetzung und wir können nur hoffen, dass es irgendwann ein ganzes Regal mit Frozen Teilen gibt, die sich auf diesem Niveau bewegen. Emotional an manchen Stellen fast schon zu erwachsen, aber dafür nicht konsequent in die Handlung eingebettet. Die Musical Nummern sind dank der Komik nicht so nervig, wie man befürchten könnte. Besser als jede Disney Realverfilmung.

Ab dem 20. November in den deutschen Kinos

Trailer:


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Über den Autor

Daniel Niedermayr

Daniel Niedermayr

Hallo! Mein Name ist Daniel (34) und ich bin leidenschaftlicher Trekkie. Und Brony. Und Pädagoge. Und… ach, lassen wir das. An Filmen fasziniert mich die menschliche Vorstellungskraft. Nicht nur was die Größe und Details der imaginären Welten angeht, sondern die Botschaften. Man mag so manchen Film für oberflächliche Unterhaltung halten, doch haben sie für den Ein oder Anderen einen maßgeblichen Einfluss. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist keins von beiden. Es ist das, was wir daraus machen. Und daher schreibe ich Reviews.

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